Hamburg (dpa/no) - Die Derby-Woche im Galopprennsport startet am Wochenende in Hamburg-Horn mit einem Höhepunkt. Bei dem mit 70 000 Euro dotierten Großen Hansa-Preis am Sonntag haben Pferde in ausländischem Besitz die besten Chancen auf den Sieg. Die als Favoriten gehandelten Hengste Singing und Guardini gehören Australiern. Galopper-Besitzer von Down Under sind seit Monaten auf Einkaufstour in Deutschland und Europa. Zahlreiche deutsche Spitzenpferde haben bereits den Besitzer gewechselt.

Trainieren lassen die Besitzergemeinschaften Australian Bloodstock und Australia Racing Stables ihre Pferde in Deutschland. Andreas Wöhler ist in Gütersloh der Coach von Singing (Jockey Eduardo Pedroza), der im Vorjahr im Hansa-Preis Zweiter war. Jean-Pierre Carvalho betreut in Bergheim bei Köln Guardini (Filip Minarik).

Neben den beiden Hengsten gilt die Stute Lovelyn, Siegerin des italienischen Stutenderbys, als chancenreichstes Pferd. Die von Peter Schiergen in Köln trainierte Stute wurde für einen Betrag von 7000 Euro nachgemeldet. Damit der Start nicht zu einem Minusgeschäft wird, muss Lovelyn mit Jockey Andrasch Starke mindestens Zweite werden. Der Drittplatzierte des Hansa-Preise verdient 6500 Euro.

Mit dem Franz-Günther-von-Gaertner-Gedächtnisrennen (55 000 Euro) am Samstag beginnt die sieben Renntage umfassende Derby-Woche. In diesem Stutenrennen sind Odeliz und Evita Peron aus England favorisiert. Für die gesamte Woche liegen dem Veranstalter 1159 Nennungen vor. An Preisgeldern und Züchterprämien werden rund zwei Millionen Euro ausgeschüttet.

Rennen Derby-Woche