Kuala Lumpur (dpa) - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird bei der Bewerbung um die Sommerspiele 2024 auf eine Vorauswahl verzichten. Bei einem erfolgreichen Olympia-Referendum am 29. November wäre Hamburg damit wie alle anderen Kandidaten bis zur Wahl im September 2017 im Rennen, wie am Sonntag bei der IOC-Vollversammlung in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur bekanntwurde. Bislang war in der Bewerbungsphase eine Vorauswahl unter den Städten getroffen worden.

Um die Spiele 2024 bewerben sich nach aktuellem Stand Hamburg, Paris, Rom und Budapest. Zudem haben Los Angeles und die kanadische Metropole Toronto sowie Aserbaidschans Hauptstadt Baku ihr Interesse an Olympischen Spielen bekundet und prüfen derzeit eine Bewerbung. Meldeschluss ist der 15. September dieses Jahres.

Ursprünglich wollte das IOC im April oder Mai 2016 die Kandidatenstädte aus dem Kreis der Bewerber auswählen. Die veränderte Vorgehensweise ist eine Reaktion auf die Wahl des Gastgebers für die Winterspiele 2022. In Peking und Almaty standen lediglich zwei Kandidaten zur Verfügung. Zuvor hatten vier Städte aus Europa, darunter München, ihr Interesse angemeldet, aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen jedoch von einer Bewerbung abgesehen. In München gab ein gescheitertes Referendum den Ausschlag.

"Wir konnten nicht den gleichen Schnitt wie in der Vergangenheit vornehmen", sagte IOC-Exekutivdirektor Christophe Dubi. "Ziel ist es, mit allen Städten bis zum Verfahrensende zu gehen. Das gibt uns eine größere Flexibilität."