Rostock/Hamburg (dpa) - Wegen erneuter Verzögerungen beim Bau geht das neue Kreuzfahrtschiff "Aida Prima" erst im nächsten Jahr und nicht in diesem Herbst auf Fahrt. Die Mitsubishi-Werft in Nagasaki kann den Zeitplan nicht einhalten.

"Es gibt nicht einen speziellen Grund, sondern mehrere kleinere Verzögerungen", sagte Hansjörg Kunze, Sprecher von Aida Cruises, am Dienstag. "Das Schiff ist in einem guten Zustand, aber eben noch nicht fertig." Von April 2016 an soll die "Aida Prima" mit Platz für 3300 Passagiere aber wie geplant zu ihren Westeuropa-Touren ab Hamburg aufbrechen.

Die gesamte Jungfernfahrt ab Oktober von Yokohama über Dubai bis nach Hamburg wurden abgesagt, teilte Aida Cruises mit. Den Gästen sollen Alternativen auch zu geplanten Orientfahrten angeboten werden. Genaue Zahlen, wie viele Gäste betroffen sind, gibt es nicht.

Ursprünglich war die Auslieferung der "Aida Prima" für das Frühjahr 2015 vorgesehen. Der Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob die Auslieferung des zweiten Aida-Schiffs von Mitsubishi im Frühjahr 2016 eingehalten werden kann. Für 2019 und 2020 hat das Rostocker Unternehmen zwei weitere Kreuzfahrtschiffe mit Flüssiggas-Antrieb bestellt. Sie werden wie zuvor die Flottenschiffe wieder in der Meyer-Werft in Papenburg gebaut werden.