Hamburg (dpa/lno) - Fast hätte man glauben können, die Hamburg Freezers hätten gerade die Meisterschaft gewonnen. So groß war der Jubel der 850 Anhänger, als beim Trainingsstart am Mittwochabend der Name von Rückkehrer David Wolf ausgerufen wurde und der 25-Jährige das Eis betrat. Nach einem Jahr in Nordamerika bei den Calgary Flames ist der Publikumsliebling nach Hamburg zurückgekehrt. "Es war sicher keine leichte Entscheidung für ihn", sagte Freezers-Geschäftsführer Uwe Frommhold über den Flügelstürmer, dem bis zuletzt attraktive Angebote aus der NHL vorlagen. "Er wird uns sicher helfen. Er hat über die Jahre gezeigt, wie wertvoll er für die Freezers sein kann".

Der Kader der Freezers, die im Frühjahr im Viertelfinale scheiterten, wurde ansonsten nur punktuell verändert. In Kevin Clark verloren sie allerdings den besten Torschützen der vergangenen DEL-Hauptrunde. Dafür wurden in Nationalstürmer Marcel Müller und dem US-Amerikaner Michael Davies zwei weitere Offensivkräfte hinzugeholt. Darüber hinaus kamen für die Defensive Jonas Liwing und Sean Sullivan von den Iserlohn Roosters. Sportdirektor Stephane Richer, der nebenher auch Cheftrainer Serge Aubin assistieren wird, glaubt: "Wir haben nun einen größeren Kader und mehr Tiefe". Damit reagierten die Norddeutschen auch auf die verletzungsgeplagte Vorsaison.

Am 11. September steht das erste Saisonspiel vor heimischen Publikum gegen ERC Ingolstadt an. Richer hofft auf einen erfolgreichen Auftakt: "In den letzten beiden Jahren sind wir schlecht in die Saison gestartet und haben das im Saisonverlauf wieder korrigiert. Aber darauf können wir uns nicht immer verlassen". Als Saisonziel gaben die Hamburg Freezers erneut die direkte Playoff-Qualifikation aus. Dafür wäre ein Tabellenplatz in den Top-Six notwendig.

Die Favoritenrolle auf die Meisterschaft weisen die Hanseaten fast schon in gewohnter Manier auch diesmal von sich. "Die Liga ist ganz eng beisammen. Titelverteidiger Adler Mannheim und EHC München sind leicht favorisiert", erklärte Frommhold. Die Vorfreude auf die neue Saison ist dessen ungeachtet sehr groß - vor allem bei den Anhängern. Rund 3 300 Dauerkarten wurden bis Mittwoch verkauft. Laut Frommhold wurde der Wert der Vorsaison damit bereits übertroffen. "Wir haben in den letzten beiden Jahren exzellenten Sport geboten. Das wird von den Fans belohnt", stellte der Geschäftsführer zufrieden fest.

Spielplan der Hamburg Freezers