Hamburg (dpa/lno) - Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat am Donnerstag den Startschuss für den Bau des Nachwuchsleistungszentrums Campus gegeben. Das 4600 Quadratmeter große Gebäude mit Internat, Kraft- und Schulungsräumen, Büros, einem Audimax für 200 Zuhörer und einer Mensa sowie die angrenzenden Trainingsplätze sollen im März 2017 fertiggestellt sein. 20 Prozent des Strombedarfs in den Einrichtungen sollen durch eine Photovoltaik-Anlage gedeckt werden.

Bauherr ist die von Alexander Otto und der HSV Fußball AG gegründete gemeinnützige HSV-Campus GmbH. Unternehmer und Sportförderer Otto ermöglicht den Bau mit einer Spende von zehn Millionen Euro. "Es ist ein tolles Gefühl, den Startschuss geben zu können. Was lange währt, wird endlich gut", sagte Otto. Ursprünglich sollte das Ausbildungszentrum seiner Arbeit schon Ende dieses Jahres aufnehmen.

Für das Projekt hatte der Verein in den Jahren zuvor mittels Anleihen 17 Millionen Euro von HSV-Fans gesammelt. Das Geld muss verzinst zurückgezahlt werden. Von der Stadt erhielt der Verein ein Erbbaurecht für das Areal unmittelbar am Volksparkstadion. Derzeit unterhält der HSV sein Nachwuchsleistungszentrum in Norderstedt. "Die Trennung von den Profis ist sehr unglücklich", meinte Otto.

Das neue Nachwuchszentrum soll über 17 Internatsplätze und 30 Plätze für Tagesschüler verfügen. Im Frühjahr 2017 sollen die Teams der U15, U16, U17, U19, U23 ihr Training von Norderstedt in den Volkspark verlegen, lautet die Planung. "Der HSV-Campus stellt eines der wichtigsten Zukunftsprojekte des HSV dar", sagte HSV-Marketingchef und -Vorstandsmitglied Joachim Hilke.

Mitteilung HSV