Rostock (dpa) - Die EU-Fischereireform hat die Betriebskosten der deutschen Hochseefischer nach Angaben ihres Verbandes in die Höhe getrieben. "Wir haben einen wirtschaftlichen Mehraufwand, um die gleiche Quote abzufischen", sagte der Vorsitzende des Deutschen Hochseefischerei-Verbandes, Uwe Richter, der Deutschen Presse-Agentur. Dazu habe insbesondere das Rückwurfverbot für unerwünschte Fänge beigetragen. Seit Jahresanfang müssen alle Fische, die in die Netze gehen, an Land gebracht werden, auch wenn sie zu klein sind. Die Fänge werden auf die zugelassenen Fangquoten der Länder angerechnet. Das Thema wird auch den Deutschen Fischereitag von Dienstag bis Donnerstag in Rostock beschäftigen. Die konkreten wirtschaftlichen Auswirkungen des Rückwurfverbotes werden erst am Jahresende ermittelt.

Deutscher Fischereitag 2015