Hamburg (dpa) - Fußball-Profi Lewis Holtby hat seine Aussagen nach der 1:2-Niederlage des Hamburger SV beim 1. FC Köln über eine angebliche Entschuldigung des Schiedsrichters als Missverständnis bezeichnet. "Meine Aussagen nehme ich zurück, ich habe das in der Hektik nach dem Spiel falsch verstanden", ließ Holtby am Sonntag über den HSV via Twitter wissen. Und der Mittelfeldakteur ergänzte: "Ganz sicher habe ich bewusst nicht irgendetwas erfunden."

Holtby hatte nach dem Spiel behauptet, Referee Deniz Aytekin habe nach der Partie in der Hamburger Umkleide gegenüber Verteidiger Emir Spahic eine Fehlentscheidung eingeräumt. Aytekin hatte Spahic wegen einer umstrittenen Notbremse gegen Kölns Anthony Modeste Rot gezeigt, Modeste verwandelte den anschließenden Strafstoß zum 2:1-Sieg für den FC. Holtby: "Ich weiß jetzt, dass es nur einen kurzen Wortwechsel zwischen Herrn Aytekin und Emir Spahic im Kabinengang, in dem Herr Aytekin seine Wahrnehmung der Elfmeterszene geschildert hat."

Der HSV hatte dessen Aussagen schon am Vorabend zurechtgerückt. "Aytekin war nach dem Spiel nicht in der HSV-Kabine u. hat sich für den Elferpfiff entschuldigt. Lewis Holtby hat da etwas falsch verstanden", teilte der norddeutsche Bundesligist via Twitter mit.

Aytekin bestritt den Kabinen-Besuch. Er habe lediglich in seiner Umkleide dem HSV-Sportdirektor Peter Knäbel die Gründe für sein Urteil erläutert. Zudem stehe er zu seiner Entscheidung.

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