Hamburg (dpa/lno) - Vor der Rindermarkthalle in Hamburg-St. Pauli stehen seit dem Wochenende fünf mehrere Meter hohe Lehmfiguren. Die Tiere und Fantasiegebilde hat der Verein Bunte Kuh gemeinsam mit Kita-Kindern, Familien und Flüchtlingen gebaut. Seit fast 20 Jahren organisiert der vom Künstler Nepomuk Derksen (58) gegründete Verein das kostenlose Mitmachprojekt, um Begegnungen in sozial benachteiligten Stadtteilen zu fördern.

In den vergangenen drei Wochen hätten die Kinder unter fachkundiger Anleitung einen Elefanten, ein Nasentier, einen dreibeinigen Kopffüßler, einen begehbaren Mädchenkopf und einen Zauberturm geformt, sagte eine Vereinssprecherin am Sonntag. Auch Flüchtlinge, die bis vor kurzem noch in einer nahe gelegenen Messehalle untergebracht waren, hätten mitgemacht. Sie hätten in kleineren Modellen auch ihre Erlebnisse verarbeitet.

Das etwa 70 000 Euro teure Projekt wird von Unternehmen, Stiftungen und der Stadt Hamburg gefördert. Hauptsponsoren sind Ikea und der Rindermarkthallen-Betreiber Edeka. Die ausschließlich mit Händen modellierten Figuren sind noch eine Woche lang zu bestaunen. Dann werden sie von einem Bagger abgerissen. Die 70 Tonnen Lehm werden recycelt.

Bunte Kuh e.V.