Hamburg (dpa/lno) - Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Mannes in Hamburg-Fischbek hat der Verteidiger des 46 Jahre alten Angeklagten der Staatsanwaltschaft einseitige Ermittlungen vorgeworfen. "Die Staatsanwaltschaft hat Entlastendes ausgeblendet", sagte Rechtsanwalt Jan Langhans am Donnerstag vor dem Landgericht. Ein des Drogenhandels beschuldigter Zeuge habe seinen Mandanten belastet, um sich Vorteile zu verschaffen. Der Angeklagte soll am 2. Mai einen 41-Jährigen mit 28 Messerstichen getötet haben. Tatort war die Wohnung einer Frau, zu der beide Männer eine Beziehung hatten. Die 33-Jährige selbst saß zu der Zeit im Gefängnis. Bei dem nächtlichen Streit soll der Angeklagte auch einen Begleiter des 41-Jährigen verletzt haben. Ein Nachbar hatte den Toten im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses entdeckt.