Hamburg (dpa/lno) - Mit zwei Veranstaltungen will die KZ-Gedenkstätte Neuengamme an die Hamburger Curiohaus-Prozesse vor 70 Jahren erinnern. In dem weitgehend unzerstörten Haus der Lehrergewerkschaft an der Rothenbaumchaussee fanden zwischen 1946 und 1949 zahlreiche Prozesse gegen Nazi-Kriegsverbrecher statt. Die erste Verhandlung begann am 1. März 1946. Im folgenden Hauptprozess gegen das Lagerpersonal von Neuengamme wurden der Kommandant Max Pauly und zehn weitere Angeklagte zum Tode verurteilt. An dem historischen Ort soll am 11. April das Dokumentarstück "39 Tage Curiohaus" von Michael Batz aufgeführt werden. Am 19. April folgt eine Podiumsdiskussion zum Thema "70 Jahre Curiohaus-Prozess". Für das nächste Jahr plant die Gedenkstätte eine Ausstellung im Hamburger Rathaus, wie der Leiter des Archivs in Neuengamme, Reimer Möller, sagte.

KZ-Gedenkstätte Neuengamme