Hamburg (dpa) - Wegen der vielfältigen politischen Unwägbarkeiten erwartet das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) im nächsten Jahr ein schwächeres Wachstum in Deutschland. Die Wirtschaft werde um kaum mehr als 1,1 Prozent zulegen, heißt es in der Konjunkturprognose des Instituts, die am Dienstag in Hamburg vorgelegt wurde. Der Brexit, der Regierungswechsel in den USA, das Italien-Referendum und anstehende Wahlen in den EU-Kernländern Frankreich und Deutschland überschatteten die wirtschaftliche Entwicklung. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt werde sich zunächst kaum weiter verbessern, der Anstieg der Verbraucherpreise sich fortsetzen und der Zwei-Prozent-Marke nähern.

Die Risiken für die Prognose seien allerdings erheblich, hieß es in der Mitteilung. Die realen Auswirkungen der politischen Einflüsse seien schwer abzuschätzen. Allerdings hätten auch Ankündigungen und Erwartungen bereits für Verunsicherung gesorgt. Im September hatte das HWWI noch 1,4 Prozent Wachstum für 2017 vorhergesagt.

Mitteilung HWWI