Hamburg (dpa/lno) - Bei der Sammelabschiebung von Afghanen mit einem Charterflug von Frankfurt nach Kabul waren auch sieben Asylbewerber aus Hamburg dabei. Keiner von ihnen sei freiwillig ausgereist, sagte ein Sprecher der Ausländerbehörde am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Sechs hätten sich in Abschiebehaft, einer habe sich sogar in Strafhaft befunden.

An dem ersten Sammelcharterflug mit insgesamt 34 abgelehnten afghanischen Asylbewerbern beteiligten sich nach Angaben des bayerischen Innenministeriums neben Hamburg und Bayern auch Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und das Saarland. Die in Hamburg mitregierenden Grünen hatten die Abschiebung bereits am Mittwoch scharf kritisiert. Die Jugendorganisation der Partei forderte den rot-grünen Senat nun auf, seine Beteiligung an derartigen Sammelabschiebungen einzustellen. "Die Hamburger Regierung sollte sich mit humanitär inakzeptablen Aktionismus nicht zum Büttel der Rechtspopulist_innen machen", erklärte Sprecher Johannes Müller.