Hamburg (dpa/lno) - Die rund 10 000 Beschäftigten der Hamburger Wach- und Sicherheitswirtschaft erhalten zwischen 6,6 und 9,6 Prozent mehr Geld. Am Donnerstag einigten sich die Gewerkschaft Verdi und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) in der dritten Tarifrunde auf einen Abschluss. "Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen", sagt Verdi-Verhandlungsführer Peter Bremme. Die Gewerkschaft sei ihren Forderungen sehr nahegekommen. "Das Signal in der Branche ist angekommen: Sicherheit gibt's nicht zum Dumpingpreis." Die Arbeitgeber hatten zu Beginn 2,2 Prozent mehr Geld angeboten.

Nach dem Tarifabschluss werden zum 1. Februar 2017 die Stundenlöhne im Objektschutz (Lohngruppe 1) von 9,00 Euro auf 9,50 Euro erhöht. Zum 1. August 2018 steigen sie auf 10,00 Euro. Etwa 80 Prozent der Beschäftigten des Sicherheitsgewerbes gehören laut Verdi dieser Lohngruppe an. Verdi hatte für sie ursprünglich 11,00 Euro Stundenlohn verlangt.

Die Luftsicherheitsassistenten am Flughafen, die Passagiere, Beschäftigte und Waren kontrollieren, erhalten zum 1. Januar höhere Stundenlöhne, die von 15,50 auf 16,35 Euro steigen. Ein Jahr später werden sie auf 17,00 Euro angehoben. Verdi forderte ursprünglich 17,75 Euro. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren bis Ende 2018.