Hamburg (dpa) - In Hamburg ermittelt die Polizei in mehreren Fällen, in denen jemand Radmuttern an Rettungswagen absichtlich gelockert haben könnte. Am Donnerstag habe ein Rettungswagen des Roten Kreuzes, der im Auftrag der Feuerwehr eine Patientin in die Lungenklinik Großhansdorf bei Hamburg bringen sollte, an der Hinterachse einen Zwillingsreifen verloren, sagte Feuerwehrsprecher Torsten Wessely. Ein Rad habe ein anderes Auto getroffen, die 52 Jahre alte Fahrerin sei aber unverletzt geblieben.

Nachdem es in den vergangenen beiden Wochen zwei ähnliche Vorfälle gegeben habe, habe die Feuerwehr nunmehr Anzeige erstattet, sagte Wessely. In allen drei Fällen hätten sich Radmuttern unerklärlich gelockert. Das Landeskriminalamt ermittle wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Sowohl Absicht als auch technische Ursachen seien denkbar. Die Fahrer seien angewiesen worden, vor der Abfahrt noch gründlicher die Radmuttern zu kontrollieren.