Hamburg (dpa/lno) - Der geplante Bau eines Flüchtlingsheims im wohlhabenden Hamburger Stadtteil Blankenese verzögert sich einem Medienbericht zufolge weiter. Der Sender NDR 90,3 berichtete am Sonntag unter Berufung auf eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts, ein Anwohner habe gegen das zunächst per Eilverfahren gestoppte Bauprojekt geklagt. Deshalb könne die Sozialbehörde weiterhin nicht mit den Arbeiten für das Pavillondorf mit 192 Plätzen beginnen. Die Gerichtssprecherin war am Sonntag zunächst nicht zu erreichen.

Der Streit um den Bau hatte bereits im Frühjahr 2016 für Schlagzeilen gesorgt. Er war erst gestoppt und dann doch wieder freigegeben worden. Dabei ging es um Vorarbeiten wie das Fällen von 42 Bäumen. Anwohner hatten dies verhindert, indem Autos die Zufahrt zu der Sackgasse Björnsonweg blockierten. Dann riefen Kritiker der Blockade zu einer Demonstration unter dem Titel "Kettensägenmassaker" auf, kurz danach demonstrierten Hunderte für die Unterkunft.

Bericht auf NDR.de