Hamburg (dpa/lno) - Nach dem Mord an einem Autofahrer in Hamburg-Harburg muss ein 22-Jähriger lebenslang ins Gefängnis. Nach Überzeugung des Hamburger Landgerichts hatte er am 9. Juni den 43 Jahre alten Autofahrer mit zwei Schüssen in Kopf und Brust getötet. "Wir hatten hier ein eiskalt geplantes Verbrechen aufzuklären", sagte die Vorsitzende Richterin am Donnerstag bei der Urteilsverkündung. Das Motiv konnte die Strafkammer nicht klären. Der Tat seien Familienstreitigkeiten vorausgegangen, die sich an einer Liebesbeziehung des Angeklagten mit der minderjährigen Tochter des 43-Jährigen entzündet hatten. Zwei weitere Angeklagte wurden wegen Beihilfe zum Mord und versuchter Strafvereitelung zu drei Jahren beziehungsweise zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Der Verteidiger des Hauptangeklagten kündigte Revision gegen das Urteil an.