Hamburg (dpa/lno) - Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) wird am frühen Nachmittag die Nachfolge der im Oktober 2016 gestorbenen Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) vorstellen. Das bestätigte die Senatskanzlei am Freitag. Nach Informationen von NDR Kultur wird Kulturstaatsrat Carsten Brosda als favorisierter Kandidat gehandelt. Seit dem Tod von Kisseler im Oktober 2016 führt der SPD-Politiker gemeinsam mit Finanzsenator Peter Tschentscher (ebenfalls SPD) die Behörde. Gegen die Auswahl Brosdas sprechen Aussagen des Bürgermeisters, den Posten erneut mit einer Frau besetzen zu wollen. Zudem hatte er ausgeschlossen, einen Staatsrat zum Senator zu ernennen.

Bereits seit Anfang April 2016 vertrat Brosda die zu diesem Zeitpunkt schwer erkrankte Senatorin. Seit 2011 leitet der studierte Journalist und Politikwissenschaftler das neu geschaffene Amt Medien in der Hamburger Senatskanzlei.

Kisseler war am 7. Oktober im Alter von 67 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Scholz habe die Bekanntgabe ihrer Nachfolge absichtlich verzögert, um Kisselers Leistung bei der Fertigstellung der Elbphilharmonie zu würdigen. "Darum habe ich (...) entschieden, dass ich die Nachfolge regeln werde am Ende des Monats, in dem die Elbphilharmonie eröffnet worden ist", sagte Scholz am 18. Januar in einer Aktuellen Stunde der Hamburgischen Bürgerschaft.

Pressestelle der Senatskanzlei