Hamburg (dpa/lno) - Im Prozess um eine brutale Messerattacke auf einen Taxifahrer im Mai 2014 ist der Angeklagte am Donnerstag vom Hamburger Landgericht freigesprochen worden. "Nach Ausschöpfung aller zur Verfügung stehenden Beweismittel konnte eine Tatbeteiligung nicht nachgewiesen werden", begründete der Vorsitzende Richter sein Urteil. Der 59-jährige Taxifahrer war damals durch 24 Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Der Fall bleibt weiterhin unaufgeklärt. Der 33-jährige Angeklagte erhielt jedoch für zwei weitere Delikte, einen Angriff auf einen Zeugen sowie eine Anstiftung zu einem Auftragsmord, eine Haftstrafe von vier Jahren und vier Monaten. Die mitangeklagte Mutter des Mannes erhielt eine Haftstrafe von vier Jahren. Die 52-Jährige habe gestanden, den Auftrag zur Ermordung des Bruders der Ex-Freundin ihres Sohnes mit erteilt zu haben. Das Vorhaben war aufgeflogen, weil es sich bei den vermeintlichen Auftragsmördern um verdeckte Ermittler handelte.