Kabul/Hamburg (dpa/lno) - Eine weitere Gruppe von aus Deutschland abgeschobenen afghanischen Flüchtlingen ist am Dienstagmorgen mit dem Flugzeug in Kabul eingetroffen. An Bord der aus München kommenden Maschine waren 15 junge Männer, wie das bayerische Innenministerium am Vorabend mitgeteilt hatte. Zwei von ihnen kamen nach Angaben der Hamburger Ausländerbehörde aus der Hansestadt.

Es handele sich um einen 34-Jährigen, der wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden sei. Ein 23-Jähriger sei durch das Erschleichen von Leistungen straffällig geworden. Beide seien als Flüchtlinge nach Hamburg gekommen, ihre Asylanträge seien jedoch abgelehnt worden. Einer der beiden alleinstehenden Männer gehöre der schiitischen Minderheit der Hasara an, der andere sei sunnitischer Muslim, sagte ein Sprecher des Einwohnerzentralamts.

In Hamburg leben mehr als 20 000 Afghanen, viele von ihnen kamen schon vor Jahren als Flüchtlinge nach Deutschland. Afghanistan ist weiterhin das Hauptherkunftsland der Asylbewerber in Hamburg.