Hamburg (dpa/lno) - Nach einem brutalen Raubüberfall an der Elbchaussee hat im Prozess gegen einen 34-Jährigen am Mittwoch vor dem Hamburger Landgericht das zweite Opfer ausgesagt. "Er hätte mir beinahe den Schädel durchgeschlagen", berichtete der 75-Jährige, der unter anderem mit einem Brecheisen am Kopf getroffen und schwer verletzt wurde. Zuvor habe er einen der Angreifer jedoch noch mit einem Küchenmesser verletzt, sagte der Mann. Unter den Folgen der Tat leide er noch immer. "Alleine sein ist ganz schlecht", gab er an.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten erpresserischen Menschenraub, schwere räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung vor. Er soll am Abend des 14. September 2012 zusammen mit mindestens zwei Komplizen, die sich in einem gesonderten Verfahren verantworten müssen, in die noble Villa des Mannes und seines 45 Jahre alten Lebensgefährten eingebrochen sein, die beiden geschlagen, bedroht und ausgeraubt haben. Sie sollen dabei Bargeld im Wert von 41 500 Euro und mehrere Armbanduhren erbeutet haben.

Der Partner des Zeugen hatte bereits zuvor ausgesagt. Weiterhin wurde an diesem Verhandlungstag ein Beweisstück in den Prozess eingebracht. Es handelt sich um eine am Tatort gefundene Nylon-Strumpfmaske, die DNA-Spuren des Angeklagten aufweist.