Hamburg (dpa/lno) - Die Vielfalt der Menschen und ihre Lebensstile sind nach einer Studie in den 104 Hamburger Stadtteilen unterschiedlich stark ausgeprägt. Der Elbvorort Blankenese sei vielfältiger als das innerstädtische Eimsbüttel, teilte die Körber-Stiftung am Donnerstag als ein Ergebnis einer Studie mit. Sie wurde vom Infas-Institut für angewandte Sozialwissenschaft erstellt. Die Untersuchung zeige, "dass wir Vielfalt auch in Stadtteilen finden, an denen wir sie nicht unbedingt erwarten. Das macht Hamburg spannend", teilte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) mit.

In Blankenese lebten zwar weniger Menschen mit Migrationshintergrund, aber die Bewohner unterscheiden sich den Angaben zufolge hinsichtlich Parteienpräferenz, Kaufkraft und Religion stark voneinander. Am wenigsten divers seien die Walddörfer und der Südosten der Stadt. Als relativ homogen stellten sich auch die Szene-Stadtteile Sternschanze und St. Pauli heraus: Dort gebe es viele Bewohner im gleichen Alter und mit ähnlicher Kaufkraft.

Der stärkste Mix wird dem südlich der Elbe gelegenen Wilhelmsburg und der Veddel bescheinigt: Die Menschen unterscheiden sich dort nicht nur wegen ihres Migrationshintergrundes, sondern auch hinsichtlich Alter, Kaufkraft und Religionszugehörigkeit und ihrer politischen Ansichten stark voneinander.

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