München (dpa/lno) - Der Deutsche Segler-Verband wird erstmals in seiner 129-jährigen Geschichte von einer Präsidentin angeführt. Mona Küppers hat die Wahl gegen den Hamburger Oliver Kosanke klar für sich entschieden. Die neue Verbands-Skipperin vom Oberhausener Segel-Club gewann die Abstimmung beim Deutschen Seglertag in München am Samstagabend mit 3544:1114 Stimmen. Als Vizepräsident wurde Torsten Haverland bestätigt. Der Schweriner setzte sich mit 3360:1344 Stimmen gegen Jobst Richter aus Kiel durch.

Die 64 Jahre DSV-Chefin kann damit eingeleitete Reformmaßnahmen fortsetzen, die sie als kommissarische Präsidentin im März nach dem unerwarteten Rücktritt von Andreas Lochbrunner begonnen hat. "Ich habe das Votum so klar nicht erwartet und freue mich über das Vertrauen der Mitglieder. Ich könnte mir vorstellen, dass die Leute gedacht haben: Die hat schon so viel auf den Weg gebracht, dass sie es nun auch weiterführen soll", sagte Kauffrau Mona Küppers, die auch Vorsitzende des Deutschen Frauenrates ist.

Als wichtigste Ziele für ihre vierjährige Amtszeit bezeichnete die Fahrtenseglerin die finanzielle Konsolidierung des DSV, den Aufbau einer modernen Organisationsstruktur und einen absoluten Kulturwandel in der Kommunikation. "Wir sind als olympischer Spitzensportverband Dienstleister für unsere Mitglieder und wollen, dass sich unsere Seglerinnen und Segler mit dem Verband identifizieren."

Deutscher Segler-Verband