Hamburg (dpa/lno) - Das Museum für Völkerkunde in Hamburg soll einem Zeitungsbericht zufolge einen neuen Namen bekommen. Der Grund dafür ist der Name selbst: Er rufe bei vielen "negative Assoziationen und Emotionen" hervor, erklärte das Museum laut "Hamburger Abendblatt" (Montag). Der Begriff "Museum für Völkerkunde" sei etwa für Jüngere, Kunstinteressierte, kritische Intellektuelle und Künstler eine Barriere. "Gerade diese Interessensgruppen wollen wir stärker einbeziehen", hieß es zur Begründung.

Man wolle sich in die Reihe jener ethnografischen Museen in Europa einfügen, die "für zukunftsweisende Konzepte in unserem Bereich stehen", so ein Sprecher des Museums. "Wir denken, ein positives und weltoffeneres Image etablieren zu können, das die neue Ausrichtung des Hauses nach außen transportiert." Ein Zeitpunkt für die Umbenennung steht den Angaben nach bislang ebenso wenig fest wie der künftige Name. Für die Kulturbehörde der Stadt solle der neue Museumsname "ein Ergebnis einer umfangreichen inhaltlichen Neupositionierung sein", sagte ein Sprecher dem Blatt.