Da ist der Eiffe, der Peter Schütt in die Toiletten des gerade fertiggestellten Audimax der Hamburger Universität zerrte und binnen weniger Minuten mit einer Farbspraydose "Professoren verpisst Euch, niemand vermisst Euch!" an die noch unschuldig weißen Kacheln sprühte. Da ist der Eiffe, der nahezu täglich Damenwäsche bei Jäger und Mirow für seine Frau kaufte und ungehalten wurde, wenn selbige die gemeinsame Tochter füttern wollte, er aber selbst auf das Essen warten musste.

Als Eiffe in die Klinik in Rickling kam, scheint sich in ihm etwas verändert zu haben. Keine humorvollen Weltverbesserungsvorschläge mehr. "In der Anstalt wurde es penetrant. Er wollte ein großdeutsches Reich gründen. Furchtbare Geschichten", sagt Christian Bau. Ein damaliger Pfleger erinnert sich in seinem Film daran, wie er Eiffe auf die Studentenproteste in Hamburg ansprach und dieser sich von ihnen distanzierte und lieber von der germanischen Sache reden wollte. Ob es eine finale Provokation oder seine Überzeugung war, bleibt im Verborgenen.   

Durch Baus' Postkartenaufruf wurde auch Carsten Friedrichs, Frontsänger der Hamburger Band Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen erstmals auf Eiffe aufmerkam. Er war kein Weggefährte, dachte aber, dass "Alle Ampeln auf gelb" ein toller Titel sei. Viele Jahre später, im Jahr 2014, hat seine Band ein gleichnamiges Album herausgebracht. Eiffe habe für ein Chaos gesorgt, das vollkommen anders gewesen sei als der Marsch durch die Institutionen der späten Alt-68er, sagt Friedrichs. "Er war durch und durch Rebell. Hat beim Bürgertum genau so angeeckt wie in der Subkultur." 

Vielleicht gibt folgendes Grußwort von Peter-Ernst Eiffe am besten Aufschluss über seine Gedanken. Er hat es in dem anfangs erwähnten, 1968 im Quer-Verlag erschienenen Buch mit dem Titel "Eiffe for President – Frühling für Europa" formuliert:

"Wenn man sich die Freiheit nimmt, sein Unbewusstes unzensiert in Spruchform auf die Wirklichkeit wirken zu lassen, so kann das nur in der Hoffnung geschehen, dass dies als Protest gegen die als absurd erscheinende Welt des manipulierten Verstandes nachempfunden werden kann."