Gemütlich schipperte das Team durch enge Kanäle, erkundete große Seen und ankerte vor einsamen Inseln oder in geschützten Buchten. Das gemietete Boot, das wegen seines überraschenden Komforts schon eher einer Yacht ähnelte, brachte allen Teilnehmern das Land Brandenburg von einer ganz anderen und vor allem reizvollen Seite näher. Das störte es überhaupt nicht, dass ein Kapitän ohne Führerschein nur mit maximal zwölf Kilometern pro Stunde unterwegs sein darf. Schneller wollte ohne hin niemand sein.

Den meisten Spaß bereitete die Suche nach dem Ankerplatz für die Nacht irgendwo auf dem See. Pünktlich zum Servieren des Abendbrotes auf dem Deck zeigte sich die Sonne im schönsten Abendrot. Reiher standen wie angewurzelt am Ufer und eine Entenfamilie umkreiste das Boot in der Hoffnung auf einen Leckerbissen. Manchmal drehte sogar ein Fischadler seine Runden über dem Boot. Später sang eine Nachtigall abwechselnd "huit" und "dü, dü, dü". Am Morgen meldete sich der Kuckuck, pünktlich zum Sonnenaufgang.

Vor dem Einschlafen in den bequemen Kabinen stellte sich die Vorfreude auf die nächsten Tage ein. Denn am Rande der Wasserwege warteten nicht nur Naturschönheiten auf ihre Entdeckung, sondern auch eine Klosterruine, ein Reservat für Greifvögel, ein Freilichtmuseum der Ziegeleiindustrie und natürlich die schmucken Zentren kleiner Städte.