Große Freiheit oder schweres Joch – Geschäftsleute streiten über den Wert von Blackberrys. Das Marktforschungsinstitut AC Nielsen hat herausgefunden, dass die Briten ganz versessen sind auf die mobilen E-Mail-Empfänger, während sich die Franzosen dagegen wehren, ihr Büro mit nach Hause zu nehmen. 21 Prozent aller britischen Unternehmen, die noch keine Blackberrys einsetzen, wollen sie in diesem Jahr einführen. In Frankreich sind es dagegen nur fünf Prozent, in Deutschland neun. "Die Briten wollen ein mobiles Büro", sagt Frank Martell, Chef von AC Nielsen Europa, "48 Prozent von ihnen glauben, dass sich mobile Internet-Technologie lohnt, im Rest von Europa sind es im Durchschnitt 26 Prozent."

Unterdessen hat der Blackberry eine eigene Sprache geprägt. Franzosen nennen ihn gern den "Crackberry", weil er süchtig mache und und exzessives Getippe auf der Minitastatur zum hässlichen "Blackberry-Daumen" führe. Verbreitet ist nun das "Blackberry-Gebet": den Kopf nach unten senken, um während einer Konferenz unter dem Tisch seine E-Mails zu beantworten. (JFJ)