Die deutsche Akkreditierungsanstalt für Bachelor- und Masterprogramme FIBAA warnt vor Händlern, die den Masterabschluss zu unseriösen Konditionen vermarkten. Dabei bezieht sie sich auf Recherchen des US-Experten John Bear, dessen Buch "Earning Degrees By Distance Learning" mittlerweite in der 15. Auflage erschienen ist.

In rund einer Millionen so genannter Spam E-Mails verschicken die Titelhändler demnach wöchentlich Angebote für einen MBA-Abschluss "auf Grund von Lebens- und Berufserfahrung". Bear geht mittlerweile von rund 500 unseriösen "Hochschulen" aus, die gefälschte beziehungsweise zweifelhafte Diplome anbieten, heißt es in einer Pressemitteilung der FIBAA. Die Preise für die Titel schwanken zwischen 300 und 10.000 Dollar, berichtet die Zeitung "The Australian" im September 2002.

Wer die schwarzen Schafe sind, darüber informiert in den USA das Oregon Office of Degree Authorization. Auf der Homepage sind über 200 Titelhändler benannt. Der Bundesstaat Michigan hat zudem eine Liste mit nicht anerkannten Hochschulen in den USA veröffentlicht. In Deutschland bewertet die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) internationale Studienangebote.

Links:

Artikel im "The Australian", der sich mit dem Thema Titelhandel beschäftigt
http://www.theaustralian.news.com.au/common/story_page/0,5744,5017662%255E23004,00.html

Homepage des Oregon Office of Degree Authorization
http://www.osac.state.or.us/oda/diploma_mill.html

12-seitige Liste mit nicht anerkannten Hochschulen des US-Bundesstaates Michigan
http://www.michigan.gov/documents/Non-accreditedSchools_78090_7.pdf