Das Interesse an Existenzgründungen steigt. Infolge der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise sehen die Industrie- und Handelskammern eine große Gründungswelle auf Deutschland zukommen. Wem die Arbeitslosigkeit droht, ist eher geneigt, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Die Anforderungen an Gründer sind jedoch gestiegen. Die klassische Fremdfinanzierung durch einen Bankkredit ist für viele Start-Ups, insbesondere für innovative, technologieorientierte Unternehmen mit hohem Kapitalbedarf und hohem Risiko, unerreichbar geworden. Nach Basel II, einer europaweiten Neuordnung der Kreditvergabe, haben Gründer ohne hinreichende Bonität zunehmend Schwierigkeiten, Kredite zu erhalten.

Marc Evers, Referatsleiter Existenzgründung am Deutschen Industrie- und Handelskammertag bedauert, dass die Banken bisher zu wenig auf Zukunftsperspektiven achteten und empfiehlt, unbedingt das Gespräch mit mehreren Banken zu suchen. Die neue Vorsicht der Kreditinstitute – "Eine Lehre aus der Krise", sagt Evers. Und diese Lehre hat auch eine gute Seite: "Schließlich sollen die guten Ideen die Kredite bekommen."

Ohnehin, der klassische Bankenkredit ist nur eine von vielen Möglichkeiten, in der Gründungsphase an Geld zu kommen oder Kosten einzusparen. ZEIT ONLINE hat eine Übersicht für Gründer zusammengestellt.