Das menschliche Gehirn hält offenbar noch eine Art "Arbeitsgedächtnis" parat. Das haben Wissenschaftler aus Magdeburg und London erforscht. Sie fanden erstmals heraus, dass beim kurzfristigen Merken bestimmte Informationen in diesem Teil des Hirns ständig wiederholt werden, wie das Universitätsklinikum Magdeburg mitteilte.

Die Neurowissenschaftler hätten damit bisherige Annahmen bestätigt. Die Experten zeichneten die Hirnaktivität von Probanden auf, während diese sich Details von Bildern merkten. Mithilfe mathematischer Algorithmen entschlüsselten die Forscher, dass die Informationen ständig und immer wieder abgespielt wurden.

Damit werde erstmals gezeigt, wie Menschen ihr Gedächtnis dauernd in einem aktiven Zustand hielten. Für die Gedächtnisforschung eröffne sich mit dem neuen Verfahren die Möglichkeit, die genauen Ursachen von Gedächtnisstörungen besser zu verstehen. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten die Forscher im Wissenschaftsjournal Current Biology.