Auf dem Bau gibt es inzwischen nicht einmal mehr halb so viele Arbeitsunfälle wie vor zehn Jahren. Die Zahl der Unglücke auf Deutschlands Baustellen sank zwischen 1999 und 2009 um mehr als 160.000 auf rund 115.000, wie die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) am Dienstag in Berlin mitteilte.

Im Vergleich zum Vorjahr habe die Zahl der Arbeitsunfälle 2009 um fast 5500 abgenommen. Grund für den starken Rückgang seit der Jahrtausendwende sei unter anderem die Aufklärung über Unfallrisiken gewesen etwa durch Schulungen sowie vorbeugende Beratung von Unternehmen.

Tödlich gingen auf deutschen Baustellen im Jahr 2009 insgesamt 114 Unfälle aus, teilte die BG BAU mit. Dies seien 217 Unglücke weniger als noch vor zehn Jahren und 55 weniger als 2008. Die meisten der tödlichen Unfälle passierten demnach durch Abstürze von Gerüsten, Dächern oder Leitern. Zweithäufigste Ursache für tödliche Unglücke waren unter anderem herabfallende Gegenstände.

Opfern von Arbeitsunfällen zahlte die Berufsgenossenschaft 2009 rund 1,4 Milliarden Euro für Behandlungen, Rehabilitation und Renten.

Die BG BAU ist die gesetzliche Unfallversicherung für die Bauwirtschaft.