Auf Platz fünf kommt die Kokospalme. Sie verleiht dem Büro einen Hauch von Urlaubsfeeling, allerdings nur, wenn es im Büro keine Klimaanlage gibt. Denn Kokospalmen brauchen in den Sommermonaten eine Temperatur von bis zu 30 Grad und im Winter mindestens 20. Die Palmen mögen es sonnig, sollten daher nah am Fenster stehen und zusätzlich künstlich beleuchtet werden. Gegossen werden die Palmen am besten mit warmem Wasser, und zwar immer dann, wenn die Ballen nicht mehr feucht sind. Dünger brauchen Kokospalmen nur etwa zweimal im Jahr. Übrigens: Die Palmen können bis zu 30 Metern hoch werden – natürlich nur, wenn keine Decke im Weg ist. 

Platz vier der beliebten Bürogewächse erhält der Gummibaum. Er gehört zu den Maulbeerbaumgewächsen und kommt eigentlich aus Asien. Gummibäume können bis zu fünf Meter groß werden. Sie sind sehr robust und brauchen nur wenig Wasser. Auch Gummibäume stehen gern am Fenster, aber mit etwas Entfernung zur Heizung. Einziges Manko: Sie müssen alle zwei Wochen gedüngt werden und ihre großen Blätter sollten regelmäßig vom Staub befreit werden.

Den dritten Platz belegt die Yucca-Palme, die eigentlich Palmlilie heißt. Yucca-Palmen sind allerdings nur in ihrer Jugend als Zimmerpflanzen geeignet, mit dem Alter bilden sie baumartige Stämme und einen Blattschopf aus – dann sehen sie aus wie Palmen. Tatsächlich handelt es sich bei der als Zimmerpflanze bekannte Yucca aber um Stammstücke der Riesenpalmlilie Yucca elephantipes . Auch die Yucca ist robust und kommt längere Zeit ohne Wasser aus. Sie verträgt es, sowohl im Licht als auch im Schatten zu stehen und selbst ein Wechsel von feuchter und trockener Luft kann ihr wenig anhaben. Nur zu viel Wasser mag die Palmlilien nicht. Wenn es ihr gut geht und ausreichend Platz vorhanden ist, kann die Pflanze bis zu fünf Metern groß werden.

Immer wieder wegen seines Namens verlacht, verdient der Ficus zu Recht den zweiten Platz der beliebtesten Büropflanzen. Der Ficus benjamina ist eine Feigenart aus der Familie der Maulbeergewächse und stammt aus Indien. Die Pflanze hat den deutschen Namen Birkenfeige. Sie kann bis zu zwei Metern hoch werden und einmal eingezogen, mag sie es am liebsten so, wie es ist.

Die Pflanze steht gerne im Licht und verträgt keine Standortveränderungen. Wer also sein Büro wechselt, sollte die lieb gewonnene Birkenfeige lieber da lassen – und auch dem Putzteam klarmachen, dass die Pflanze besser nicht gedreht wird. Auch auf Zugluft reagiert sie allergisch – und wirft ihre Blätter im unteren Bereich ab. Wer aber alles einfach so lässt, wie gehabt und in dessen Büro konstante 18 bis 23 Grad herrschen, muss nur hin und wieder gießen und kann sich lange Zeit an seinem Ficus erfreuen.

Die wohl am pflegeleichteste Büropflanze ist der Kaktus: Es gibt rund 3000 Kakteenarten, die Pflanzen stammen ursprünglich aus Amerika. Sie haben dicke Stämme, die zumeist der Hauptkörper der Pflanze sind und als Wasserspeicher dienen. So können Kakteen in sehr trockenen Gegenden leben. Ganz ohne Pflege kommen die Kakteen allerdings nicht aus. Kakteen und Sukkulenten dürfen niemals im Wasser stehen, auch darf die Erde im Topf nicht komplett nass sein und die Pflanzen brauchen genügend Licht. Wer seinen Kaktus blühen sehen möchte, sollte ihn in der Hauptwachstumszeit von Mai bis August etwa alle drei Wochen düngen und die Pflanze im Winter an einen kühleren Ort stellen. Kakteen, die ganzjährig auf der Fensterbank stehen, leben zwar auch sehr lange – werden aber nur im Ausnahmefall blühen. Platz eins für den genügsamen Kaktus.