Um diese Klage streiten sich die Gerichte seit 2008: Weil sie schwanger war, soll eine ehemaligen Abteilungsleiterin bei der Plattenfirma Sony BMG bei einer Beförderung übergangen worden sein. Sie klagte. Der Fall ging bereits durch mehrere Instanzen.

Auch am Donnerstag konnten die höchsten Arbeitsrichter kein Urteil fällen. Das Bundesarbeitsgericht verwies den Fall wegen Rechtsfehlern erneut an das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg zurück, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Allerdings muss sich nun eine andere Kammer mit der Klage befassen.

Die frühere Managerin verlangt Schadenersatz von dem Unternehmen, da sie sich als Frau diskriminiert sieht. Ihrer Ansicht nach wurde sie nicht befördert, weil sie zu dem damaligen Zeitpunkt schwanger war. Die Stelle bekam ein männlicher Bewerber. Die Entscheidung sei ihr mit Hinweis auf ihre familiäre Situation mitgeteilt worden, argumentiert sie.

Auch damals sahen die obersten Arbeitsrichter den Fall nicht ausreichend bewertet und gaben ihn deshalb an das Landesarbeitsgericht zurück. Die Richter in der zweiten Instanz hatten die Klage der Frau abgewiesen, während sie am Arbeitsgericht Erfolg hatte.