Wendsche plädiert deshalb für einen Mittelweg. Alle zwei Stunden gibt es eine feste Pause und dazwischen legt sich der Mitarbeiter selbst eine.

Damit er die nicht vergisst, hilft der Computer. Im Internet gibt es kostenlose Tools, die an anstehende Unterbrechungen erinnern. Eines dieser Programme ist beispielsweise Workrave , das nebenbei auch noch Übungsvorschläge zur Entspannung sowie Tipps gegen Rückenschmerzen gibt.

Neben etwas Bewegung und frischer Luft ist es nämlich wichtig, wirklich kurz abzuschalten. Die Gesundheitspsychologin Maytssek empfiehlt etwa, einen Kontrast zum Arbeitsalltag während der Auszeit zu schaffen. Wer schwitzt und schuftet, der sollte sich hinsetzen und ausruhen. Wer am Schreibtisch arbeitet, sollte aufstehen, ein Schritte gehen, auch ein paar Rückenübungen machen .

Hilfreich ist übrigens auch ein Blick ins Grüne: Forscher fanden heraus, dass Menschen, die in ihrer Pause in den Park gehen, erholter sind, als diejenigen, die durch eine Innenstadt laufen. Schon ein Hintergrundbild mit Eichhörnchen oder Akazienwald soll demnach entspannender sein, als die Betonwand des Bürogebäudes von gegenüber.

Und wer zu einer Pause gezwungen wird, etwa weil die Bahn zu spät kommt oder der Geschäftspartner, der sollte sich nicht ärgern, sondern die extra Auszeit genießen. Nur wenn Genuss da ist, kommt auch Erholung.

Übrigens: Wer gleich mal mit einer Pause beginnen möchte, kann diesem Link folgen und zwei Minuten lang entspannen .