Ein Sabbatical ist eine besondere Form der Teilzeitarbeit oder ein Langzeiturlaub. Ähnlich wie in der Altersteilzeit gibt es Modelle mit Ansparphase, in der der Mitarbeiter das Recht auf freie Tage erwirbt und eine Freizeitphase, in der diese genommen werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigen sich auf eine Grundarbeitszeit und die Gehaltshöhe. Außerdem regeln beide Parteien die Ansparzeit, die über die Grundarbeitszeit hinaus zu erbringen ist. 

So können Arbeitgeber und Arbeitnehmer beispielsweise 20 bezahlte Stunden pro Woche Grundarbeitszeit und 20 Stunden Ansparzeit vereinbaren. Der Arbeitnehmer arbeitet während dieser Zeit also 40 Stunden in der Woche, bekommt aber nur 20 Stunden vergütet. Wenn genügend Freizeitguthaben angesammelt ist, wird dieses als Sabbatical abgebummelt. Die Dauer und die Vergütung der Auszeit richten sich nach der auf dem Ansparkonto gesammelten Zeit. Eine weitere Variante ist ein unbezahlter Langzeiturlaub, also eine Auszeit vom Job, ohne dass vorher ein Zeitguthaben angespart wurde. 

Einen rechtlichen Anspruch auf ein Sabbatical haben Arbeitnehmer nicht. Daher müssen die Bedingungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart werden. Das ist nicht unkompliziert.

Dabei geht es in der Regel um die Länge der Ansparphase, die Grundarbeitszeit und die Vergütung, die Ankündigungsfrist, nach der das Sabbatical genommen werden kann, die Verfügbarkeit während des Sabbaticals bei unternehmenswichtigen Entscheidungen, vorzeitige Rückkehrmöglichkeiten, Kündigungsausschluss oder Verlängerung der Kündigungsfristen und die genaue Regelung für den Einsatz nach der Rückkehr.

In der Regel lohnt es sich, einen Anwalt hinzuzuziehen, da diese Punkte individuell ausgehandelt werden.

Einige Unternehmen haben bereits einheitliche Standards für die Inanspruchnahme eines Sabbaticals festgelegt. Einen Anspruch darauf haben Arbeitnehmer aber nicht.