Was ist beim Ausbildungsvertrag zu beachten?

Der Vertrag muss vor der Unterschrift genau durchgelesen werden. Ist etwas unklar, sollte sofort nachgefragt werden. Der Vertrag wird vom Ausbilder und vom Auszubildenden unterschrieben. Ist der Azubi noch keine 18 Jahre alt, müssen auch die Eltern unterschreiben. Der Vertrag muss unter anderem Angaben zur Ausbildungsdauer, zur Bezahlung und zur Arbeitszeit enthalten.

Was bedeutet die Probezeit?

In dieser Zeit kann die Ausbildung von einem Tag auf den anderen ohne Begründung schriftlich gekündigt werden. Dies gilt für den Azubi, aber auch für den Betrieb. Die Dauer der Probezeit ist im Ausbildungsvertrag festgehalten. Sie liegt in der Regel zwischen zwei und vier Monaten. Nach Ende der Probezeit gelten festgelegte Kündigungsfristen, die ebenfalls im Vertrag stehen sollten. Ansonsten gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von vier Wochen.

Was verdienen Azubis?

Die Bezahlung ist sehr unterschiedlich. In der Regel ist die Vergütung in Tarifverträgen festgelegt. Im Jahr 2010 verdienten Azubis nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) im Durchschnitt pro Monat 678 Euro brutto. Im Westen lag der Verdienst dabei mit 688 Euro höher als im Osten mit 612 Euro. Zwischen den Branchen gibt es aber deutliche Unterschiede: Am meisten Geld gab es für Binnenschiffer mit 978 Euro. Maler und Lackierer bekamen dagegen im Westen nur 421 Euro und im Osten 388 Euro. Die Löhne im jeweiligen Ausbildungsbetrieb können von den Durchschnittswerten abweichen.