Für die Ausbildung reicht ein guter Haupt- oder Realschulabschluss. Zwingend sind jedoch gute Noten in den Naturwissenschaften und Mathematik. "Es muss immer mal was berechnet werden. Die Auszubildenden müssen auch technische Anleitungen interpretieren. Da sind Mathe und Physik wichtig", sagt Sieberg. Auch technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, eine ruhige Hand sowie viel Geduld sind für diesen Beruf notwendig. "Jugendliche, die schon als Kinder gerne gebastelt haben, haben gute Voraussetzungen. Teilweise müssen Feinwerkmechaniker knifflige Aufgaben lösen, die viel motorisches Geschick abverlangen", sagt Sieberg.

Jobs gibt es für die Fachkräfte unzählige. Außer in Unternehmen der Industrie und im Handwerk werden Feinwerkmechaniker auch bei Luft- und Raumfahrtunternehmen beschäftigt, freie Stellen gibt es zudem bei Forschungsinstituten und an Universitäten oder Hochschulen. Hier sind die Fachkräfte beispielsweise für die Herstellung spezieller Labor-, Steuer- und Messgeräte zuständig. 

Mädchen haben beste Chancen

Nicht nur fertig ausgebildete Feinwerkmechaniker werden gesucht, auch Bewerber für eine Ausbildungsstelle braucht die Branche. Zu wenig Jugendliche und junge Erwachsene wählen diesen Ausbildungsberuf an. Zudem sind unter den Auszubildenden kaum Frauen zu finden. Dabei haben gerade Mädchen und junge Frauen gute Chancen in diesem Beruf.

Schattenseiten gibt es kaum. Die Arbeitszeiten sind geregelt, Wochenend- und Schichtarbeiten fallen nur in bestimmten Unternehmen an. Überdies sind die Einkommenschancen gut. Feinwerkmechaniker verdienen zwischen 1.600 und 2.500 Euro im Monat. Darüber hinaus ist der Job vielseitig, sagt Sieberg: "Kein Auftrag gleicht dem anderen, die erforderliche Präzision bei der Arbeit ist jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung."

  • Gehalt: zwischen 1.600 und 2.500Euro/Brutto im Monat;
  • Arbeitszeit: 37,5 bis 40 Stunden/Woche;
  • Ausbildung: staatlich geregelt, dreijährige, duale Ausbildung;