Marcus Scheef läuft so sicher über Dächer wie andere über die Straße. Der Schornsteinfegermeister weiß genau, wohin er seinen Fuß setzen kann – und wohin besser nicht. Täglich befreit der  Bezirksschornsteinfeger in Bremen Schornsteine und Kamine von Ruß. Sein Job ist wichtig, denn das Kehren verhindert Brände, die durch Verunreinigungen entstehen können.

Kaminkehrer haben allerdings noch mehr zu tun, als Schornsteine zu reinigen. Sie überprüfen auch die Heizanlagen und sorgen für Sicherheit. "Gasheizungen etwa müssen regelmäßig überprüft werden", sagt Schleef. Ist die Feuerstätte in gutem Zustand? Wie sehen die Abgaswege auf? Und wie hoch ist die Kohlenmonoxidkonzentration in den Abgasen der Anlage?

Nicht nur in Privathäusern, auch in Gewerbeobjekten sind Schornsteinfeger unterwegs. Dort kontrollieren sie Dunstabzugsanlagen. "In diesen Anlagen können Fettablagerungen entstehen, die sich leicht entzünden. Auch hier sorgen wir für Brandsicherheit", sagt der Schornsteinfeger. Einen weiteren Teil der Arbeit macht die Abnahme von neuen Schornsteinen – oder Umbauten. "Das schreibt das Baugesetz vor. Wir müssen bescheinigen, dass die Schornsteine funktionstüchtig sind und vor allem brandsicher gebaut wurden."

Umweltschutz und Energiesparen

Neben Brandsicherheit kümmern sich Schornsteinfeger um Umweltschutz: Sie führen Emissionsmessungen durch und achten darauf, dass die Heizanlagen energiesparend arbeiten. Dazu ist wichtig zu bestimmen, wie viel Abgase ungenutzt durch den Schornstein gehen. So könne verhindert werden, dass ineffizient geheizt wird, erklärt Schleef.

Bei so viel Expertenwissen arbeiten einige auch als Energieberater für Gebäude. "Der Beruf hat sich stark verändert. Wir sind heute eher Umwelt- und Sicherheitsexperten als Kaminkehrer."

Und indirekt arbeiten sie auch als Brandbekämpfer – und stehen beispielsweise als Ansprechpartner für die Feuerwehr bei der Feuerbekämpfung bereit.

Und woher kommt der gute Ruf als Glücksbringer?