Führungskräfte sollten sich transparent verhalten. Denn Transparenz ist entscheidend für Vertrauen und eine erfolgreiche Zusammenarbeit . Offenheit ist auch die Grundlage für Sympathie. Kontrollieren wir beispielsweise unsere Kommunikation stark, empfindet unser Gegenüber uns als unnatürlich und gehemmt. Die Konsequenz: Das Vertrauen in uns sinkt.

Der Psychologe Dennis Brodbeck bezeichnet diesen Mechanismus als Business-Firewall. Verschlossenheit und Zurückhaltung werden oft mit Professionalität verwechselt, und so leben besonders unsichere Führungskräfte im Berufsleben keine offene Kommunikationskultur vor. Solche Manager lassen sich niemandem in die Karten schauen.

Die Folge: Mitarbeiter fühlen sich nicht nur ausgeschlossen, sie bekommen auch nicht mehr mit, was die Führungsebene meint und möchte. Die Informationen, die dann noch direkt bei den Mitarbeitern ankommen, irritieren sie eher.

Intransparenz führt zu Misstrauen

Mit intransparenten Verhalten riskieren Führungskräfte, dass die Produktivität ihrer Mitarbeiter sinkt. Und nicht nur das, mit so einem Verhalten tragen sie maßgeblich dazu bei, dass ihre Mitarbeiter weniger zufrieden sind und sich nicht wohl fühlen .

Dabei ist kontrollierte Kommunikation ohnehin kaum möglich: Zwar können wir entscheiden, was wir inhaltlich sagen. Aber wir können unsere unbewusste Kommunikation nicht steuern. Denn die Körpersprache, die zufällige Wortwahl und Tonalität – alles das lässt sich nicht perfekt beherrschen. Wer so auftritt, wirkt wie zwanghaft verstellt. Das hat Folgen.

Die fehlende Ehrlichkeit führt dazu, dass sich die Mitarbeiter ebenfalls verschließen. Meist geschieht das aus Selbstschutz. Denn die natürliche Reaktion auf intransparente, unnatürlich wirkende Führungskräfte ist Misstrauen.

Ist diese verfahrene Situation eingetreten, plädieren Brodbeck und der Kommunikationstrainer Lorenz Haschtmann dafür, die Transparenz auf der persönlichen Ebene wieder herzustellen.