Die Arbeit ist oft stressig, auch der Druck ist hoch. Auch negative Erlebnisse gehören zum Berufsalltag. "Wenn Frauen beispielsweise ihre Kinder verlieren, ist das oft auch für die Hebamme belastend. Dennoch muss sie schauen, dass sie Schicksale anderer nicht zu nahe an sich heran lässt", sagt Steppart

Der wohl stärkste negative Aspekt an dem Beruf ist der geringe Lohn und die hohen Kosten für die Berufshaftpflichtversicherung. Im Durchschnitt bekommen Geburtshelferinnen 1.900 Euro im Monat als Festangestellte. Freiberufliche Hebammen haben einen durchschnittlichen Stundenlohn von gerade einmal 7,50 Euro netto. Und sie müssen mehr als 4.000 Euro im Jahr für ihre Haftpflichtversicherung aufbringen.

Dafür bietet sich Hebammen, egal ob freiberuflich oder angestellt, ein abwechslungsreicher Berufsalltag. Steppart: "Wir sind für junge Eltern Beraterin, Helferin und Aufklärerin in allen Lebenslagen. Die Freude an dem Beruf entschädigt für den geringen Verdienst. Immerhin helfen wir dabei, neues Leben auf die Welt zu bringen."

  • Gehalt: Angestellt: Berufsanfänger: 1.900 brutto plus ggf. Schichtzulage, freiberuflich: variiert;
  • Ausbildung: dreijährige Ausbildung an einer Hebammenschule;
  • Arbeitszeit: variiert;