Mehrarbeit gehört in vielen Unternehmen mit dazu. Doch bezahlt werden die Überstunden selten. Arbeitgeber gewähren immer häufiger nur Freizeitausgleich, stellt eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) fest. Demnach konnten 49 Prozent der Beschäftigten in den westdeutschen Bundesländern ihre Überstunden ausschließlich über freie Stunden ausgleichen, 1991 waren es noch 32 Prozent gewesen.

Die Forscher stellten auch fest, dass sich der Anteil der Arbeitnehmer reduzierte, die ausschließlich finanziell für ihre Mehrarbeit entschädigt wurden. Hätten 1991 noch 36,8 Prozent der Unternehmen Überstunden nur per Geldzahlung abgegolten, seien es heute noch zwölf Prozent, so das DIW.

Leicht gestiegen ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten der Anteil der Beschäftigten, der als Ausgleich für Überstunden einen Mix aus Geld und Freizeit erhält. 1991 waren es 14,9 Prozent, 2011 fast 19,9 Prozent.

Knapp ein Fünftel der Beschäftigten im Westen erhielt 2011 für Überstunden gar keinen Ausgleich, wie aus den DIW-Daten hervorgeht. 1991 lag dieser Anteil mit rund 16 Prozent nur wenig niedriger.