Auch ein gewisses Maß an Flexibilität ist vonnöten. Denn Synchronsprecher haben nicht lange Zeit, sich in die Rolle zu finden. Oft laufen Produktionen parallel. "Da kommt es vor, dass man innerhalb eines Tages erst den netten Märchenprinzen spricht und im Anschluss den wahnsinnigen Massenmörder synchronisieren muss", sagt Schmidt-Foß.

Eine Ausbildung zum Synchronsprecher gibt es nicht. Die meisten rutschen über die Schauspielerei oder den Hörfunk in den Beruf. Aber nicht jeder ist für den Job geeignet. Die Branche hat Nachwuchsprobleme.

Synchronsprecher arbeiten in der Regel freiberuflich. Sie werden nach gesprochenen Takes bezahlt. Die Gage für die Sekundenschnipsel beträgt 2,60 Euro aufwärts. Oft wird außerdem eine Grundgage ab 30 Euro pro Einsatz gezahlt.

Zeitdruck macht den Sprechern zu schaffen

Größtes Manko ist für Schmidt-Foß der enorme Zeitdruck, unter dem er arbeiten muss. Dennoch würde er sich keinen anderen Job wünschen. "Die Arbeit ist vielfältig und anspruchsvoll. Immer wieder in neue Rollen zu schlüpfen, ist eine Herausforderung. Aber das Beste ist, dass ich immer die neuesten Filme anschauen kann, bevor sie ins Kino kommen."

  • Verdienst: Grundgage (ab 30 Euro aufwärts), plus Takegage (ab 2,60 Euro aufwärts);
  • Ausbildung: Schauspielausbildung wird in der Regel vorausgesetzt;
  • Arbeitszeit: variiert, je nach Auftragslage;