In Deutschland gibt es immer mehr Pendler, die täglich mit dem Auto, Bus oder der Bahn von ihrem Wohnort aus zur Arbeit fahren. In diesem Jahr erwartet das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) einen neuen Rekord. Fast 40 Millionen Menschen werden täglich oder mehrmals wöchentlich pendeln, heißt es in einer Mitteilung des Instituts.

Grund dafür sei unter anderem, dass mehr und mehr Menschen erwerbstätig seien. Waren es 2005 noch 38,8 Millionen Erwerbstätige, seien es 2014 insgesamt 42,6 Millionen gewesen. Davon müssten fast alle pendeln, denn nur fünf Prozent der Erwerbstätigen würden auf dem eigenen Grundstück arbeiten – etwa im Home Office oder im eigenen Handwerksbetrieb.

Der durchschnittliche Weg zur Arbeit sei aber nicht länger geworden, weil sich Jobs und Menschen zunehmend auf die Großstädte konzentrierten. Im Jahr 2012 lebte wie 2004 knapp die Hälfte der Pendler maximal zehn Kilometer von ihrem Arbeitsort entfernt. In Berlin etwa nutzen 44 Prozent U- und S-Bahn, Tram oder Bus.

In ländlichen Region fahren Pendler meist mit dem Auto zur Arbeit. Im Saarland sind es neun von zehn Erwerbstätigen, in Sachsen-Anhalt und Thüringen acht von zehn. Deutschlandweit nutzen zwei Drittel der Pendler ein Auto.