Freie Zeit ist kostbar – und viele wollen ihre Freizeit heutzutage möglichst gut nutzen. Assistenten und Assistentinnen für Freizeitwirtschaft helfen dabei. Sie organisieren Reisen, Stadtführungen, Kulturevents, Bustouren und Besichtigungen. Sie beraten Touristen über Veranstaltungen am Ort, organisieren auf Anfrage auch selbst welche und informieren die Gäste über Unterkünfte und mögliche Aktivitäten.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, sind sie ständig auf der Suche nach neuen Freizeitangeboten  für ihre Kunden. Sie kalkulieren Preise, buchen und reservieren, erstellen Infomaterial und helfen bei allen möglichen Fragen. Und sie haben die Möglichkeit, beruflich zu reisen, etwa als Animateur in einem Ferienressort oder auf Kreuzfahrtschiffen.

Für ihre Arbeit brauchen sie Kreativität, Durchsetzungsvermögen, Sorgfalt, ein ausgeprägtes Organisations- und Improvisationstalent, Geduld, Spaß am Umgang mit Menschen und eine kommunikative Ader – denn vor allem die Kommunikation mit den Gästen kann mitunter herausfordernd sein. Ist der Kunde enttäuscht, kommt es auf Fingerspitzengefühl an. Ein höflicher und sachlicher Umgang ist dann sehr wichtig, auch bei unberechtigter Kritik.

Zur zweijährigen, rein schulischen Ausbildung zum staatlich geprüften Assistenten oder zur Assistentin für Freizeitwirtschaft gehören zwei Praktika. Eines der beiden darf im Ausland absolviert werden.

Derzeit bietet in Deutschland nur die staatliche Handelsschule Berliner Tor in Hamburg eine Ausbildung zum Assistenten für Freizeitwirtschaft an. Voraussetzung ist die mittlere Reife mit einer Durchschnittsnote von 3,3 oder besser. Wer mag, kann parallel zur schulischen Ausbildung die Fachhochschulreife erwerben. Geld verdienen die Azubis während ihrer Zeit auf der Handelsschule nicht – aber immerhin ist die Ausbildung kostenlos. 

Auf der Schule lernen die angehenden Assistenten für Freizeitwirtschaft, Veranstaltungen zu planen und Preise zu kalkulieren, Reisen zu leiten und Gruppen zu führen. Auch Animation, Sprache und Kommunikation, Fachenglisch und Buchhaltung gehören zum Lehrplan. Die Praktika – die auch eine Chance auf die erste Stelle nach der Ausbildung eröffnen können – dürfen die Azubis in Eventagenturen, Freizeitparks, Reisebüros und Tourismuszentralen absolvieren.

Nach ihrer Abschlussprüfung können sie eine weitere Ausbildung draufsatteln, etwa als Tourismuskauffrau oder -mann – oder studieren, falls sie über den erforderlichen Schulabschluss verfügen. 

Der Arbeitsalltag ist abwechslungsreich; Assistenten für Freizeitwirtschaft können interessante Menschen kennenlernen. Manchen eröffnet sich die Möglichkeit, im Ausland zu leben und zu arbeiten. Sie müssen es aber mögen, ständig mit anderen Menschen umgeben zu sein. Auch in stressigen Situationen müssen sie freundlich sein, auf die Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen und einen kühlen Kopf bewahren. Zudem arbeiten sie oft genau dann, wenn Freunde und Familie frei haben.

  • Gehalt: Das Gehalt nach Beendigung der Ausbildung variiert und liegt zwischen 1.900 und 2.450 Euro brutto im Monat.
  • Arbeitszeit: etwa 40 Stunden pro Woche. Überstunden, abhängig von der Jahreszeit, sind nicht ungewöhnlich.
  • Ausbildung: zweijährige, voll schulische und unvergütete Ausbildung