Bewerbungsphasen gehören zum Berufsleben, zumal in der Krise, wenn freie Arbeitsplätze rar und begehrt sind. ZEIT ONLINE hat zusammengestellt, worauf Jobsuchende achten sollten - sortiert nach den Buchstaben des Alphabets.

A wie Assessmentcenter: Das AC, wie es abgekürzt von Personalern genannt wird, ist ein gängiges Auswahlverfahren, um Bewerber meist mehrere Tage lang unter Stressbedingungen auf ihre Kompetenzen, Flexibilität, Teamfähigkeit und Schnelligkeit zu testen. Ein AC umfasst sowohl Gruppen- als auch Einzelaufgaben, Rollenspiele und zumeist auch eine Diskussion und eine Selbstpräsentation. Meist sind mehrer Personaler und oft auch ein Psychologe anwesend. Sie beobachten die Jobanwärter und fällen auf Grundlage ihres so gewonnenen Eindrucks eine Entscheidung. Schlechte Chancen hat, wer sich verstellt oder zu nervös wirkt.

B wie Bild: Das Bewerbungsfoto ist seit Einführung des Antidiskriminierungsgesetzes nicht mehr Pflichtbestandteil einer Bewerbung. Trotzdem ist es sinnvoll, ihr auch ein Bild beizufügen. Prinzipiell gibt es keine allgemeingültigen Richtlinien für ein Bewerbungsbild: Format, Zuschnitt und Farbe kann der Bewerber frei entscheiden. Je nach Job und Branche kann ein ungewöhnlich geschnittenes Foto dazu beitragen, dass die Bewerbung heraussticht. Seriös sollte das Bild trotzdem sein, von einem professionellen Fotografen gefertigt, und es sollte zur Branche passen.

C wie (künftiger) Chef : Wer eine Bewerbung schreibt, sollte den Namen seiner Ansprechpartner kennen! "Sehr geehrte Damen und Herren" verrät: Der Bewerber interessiert sich offenbar nicht besonders für das Unternehmen, bei dem er arbeiten möchte.

C wie (früherer) Chef: Wer es zu einem Vorstellungsgespräch schafft, hält lieber mit seiner sehr ehrlichen Meinung über frühere Arbeitgeber hinterm Berg. Dass der frühere Vorgesetzte ein Choleriker war, bleibt besser ungesagt. Loyale Mitarbeiter haben bessere Chancen auf eine neue Stelle.

D wie Daten: Vorsicht mit Daten im Internet . Längst ist bekannt, dass Personaler das Profil ihrer Bewerber im Netz überprüfen. Doch meist haben sie nur wenige Minuten Zeit, um sich die ersten Namenstreffer einer Suchmaschine anzuschauen. Wer hier mit einer eigenen Website, beispielsweise einer Internetseite, die speziell für die Bewerbung angelegt wurde, zu finden ist, hat vieles richtig gemacht. Pluspunkte bekommt auch, wessen Name in Fachpublikationen auftaucht oder wer als Mitarbeiter der aktuellen oder früheren Firma im Netz zu finden ist. Auch ein Profil auf einer Businessplattform wie Xing oder LinkedIn, in der die angegebenen Berufsdaten mit denen in der Bewerbung übereinstimmen, hilft weiter. Andere Profile in sozialen Netzwerken sollten keine lasziven Partybilder enthalten oder so eingestellt sein, dass wirklich nur enge Freunde auf diese Daten, Videos oder Bilder Zugriff haben.

E wie Empfehlungsschreiben: Referenzschreiben sind im britischen und amerikanischen Sprachraum üblich. Sie sollen eine Bewerbung aufwerten und Vertrauen schaffen. In Deutschland hat sich das Empfehlungsschreiben bislang noch nicht durchgesetzt. Es wird überwiegend bei der Vergabe von Stipendien eingesetzt; auch Freiberufler können von ihm profitieren. Verfasst wird ein solches Schreiben von einer dritten Person, die hohes Ansehen besitzt und mit ihrem Namen bürgt. Es sollte maximal zwei Seiten umfassen, wenn möglich mit dem Briefkopf des Unternehmens oder der Institution des Verfassers versehen sein und eine persönliche Unterschrift tragen. Wichtig ist auch, die Gründe des Schreibens darzulegen und spezielle, für den künftigen Job relevante Eigenschaften des Bewerbers hervorzuheben.