Das Milieu der Arbeiter ist Jochen Ehmke nicht fremd. Der Fotograf arbeitete als Schlosser und Ingenieur, bevor er sich der Fotografie zuwandte. Zwischen 1970 und 1989 dokumentierte er die Lebensumstände in der DDR. Sein Fokus lag dabei vor allem auf den Menschen: Er fotografierte Arbeiterinnen vor dem Werk, Rentner in ihren Wohnungen und junge Familien in ihren Datschen. In seinem Bildband Knochenjob und Datschenglück (Mitteldeutscher Verlag) betrachtet Ehmke den DDR-Alltag und die Jahre nach der Wende mit unverklärtem aber verständnisvollem Blick.