Wolfgang Herrndorf © Steffi Roßdeutscher

Wolfgang Herrndorf (1965-2013)

Als er 2010 mit seinem Jugendroman Tschick bekannt wurde, war Wolfgang Herrndorf schon todkrank. Bei ihm wurde ein unheilbarer Gehirntumor diagnostiziert. Ehe Herrndorf seine grandiose Erzählstimme entdeckte, hatte er Malerei studiert und für das Satiremagazin Titanic gezeichnet. Seinen ersten Roman In Plüschgewittern schrieb der geborene Hamburger mit 37. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb gewann er 2004 einen Publikumspreis. Seit er von seiner Krankheit wusste, arbeitete Herrndorf manisch, unter anderem in seinem Blog Arbeit und Struktur. Dort ist zu lesen: "Wolfgang Herrndorf hat sich am Montag, den 26. August 2013 gegen 23.15 Uhr am Ufer des Hohenzollernkanals erschossen." Er war 48 Jahre alt.