In Köln sind zum 14. Mal die Grimme Online Awards verliehen worden. Blogs, YouTube-Kanäle und ein Doku-Game sind unter den diesjährigen Preisträgern. Die Jury zeichnete insgesamt neun Angebote in vier Kategorien aus, der Publikumspreis ging an den deutschen YouTube Kanal LeFloid von Florian Mundt. 

Die erste Auszeichnung in der Kategorie Information ging an das Webdossier Zwischen Hoffnung und Verzweiflung – Der neue Nahe Osten, ein Angebot des Bayerischen Rundfunks und des Südwestrundfunks. Der zweite Preis in der Kategorie ging an den YouTuber Tilo Jung für sein Format Jung & Naiv. Selten habe sich ein neues journalistisches Angebot so erfrischend in Inhalt und Struktur gezeigt, dessen zentrale Dreh- und Angelplattform YouTube ist, heißt es in der Begründung der Jury. Ein dritter Preis in der Kategorie ging an das Medienportal Pressekompass

Preiswürdig fand die Jury in der Kategorie Kultur und Unterhaltung das Blog 42553 Neviges von Norbert Molitor, in dem er seinen Heimatort Neviges, einen Stadtteil von Velbert bei Düsseldorf, dessen Trostlosigkeit und Leerstand porträtiert. Den zweiten Preis in der Kategorie gewannen Redakteure der Neuen Züricher Zeitung für Du fliegst nur einmal, ein Porträt von Iouri Podladtchikov. Der Schweizer Snowboarder mit russischen Wurzeln gewann Gold in Sotschi.

In der Kategorie Wissen und Bildung gewann das Doku-Game Fort McMoney von Arte. Den Award in der Kategorie Spezial erhielt das Blog netzpolitik.org, das sich seit zehn Jahren für digitale Bürgerrechte einsetzt. Die Juroren lobten Umfang und Aktualität der Berichterstattung sowie die Neutralität und die internationale Orientierung des Blogs. Außerdem bedachte die Jury die multimediale WDR-Reportage Pop auf'm Dorf über das Pop-Festival von Haldern am Niederrhein.

Seit 2001 zeichnet das Grimme Institut jährlich herausragende Angebote im deutschen Internet aus. Obwohl es gewisse Überschneidungen gebe, werde man den Grimme-Preis für Fernsehproduktionen und den Grimme Online Award auch künftig getrennt halten, sagte die Direktorin des Grimme-Instituts, Frauke Gerlach.