Wolfram Höll ist zum Dramatiker des Jahres gewählt worden. Ausgezeichnet wurde beim Mülheimer Theatertreffen sein Stück Und dann. Die Jury entschied sich mit drei von fünf Stimmen für den jungen Schriftsteller, der sich so knapp gegen René Pollesch durchsetzte. Pollesch war bekam für sein Stück Gasoline Bill zwei Stimmen.

Und dann berichtet von einem schweren Verlust. Ein Kind erzählt, dass seine Mutter auf einmal nicht mehr da war – da die Geschichte in der DDR spielt, ist kaum zu entscheiden, ob die Mutter gestorben oder in den Westen geflohen ist.

Der seit 1976 vergebene Dramatikerpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen für Stückeschreiber. Ein Auswahlgremium hatte 99 Uraufführungen dieser Spielzeit gesehen und sieben nach Mülheim eingeladen, unter ihnen bekannte Theaterleute wie René Pollesch und Helgard Haug & Daniel Wetzel (Rimini Protokoll). Letztere erhielten den Publikumspreis "Stücke" für ihr Werk Qualitätskontrolle.

Nachdem alle nominierten Stücke in den vergangenen drei Wochen in Mülheim präsentiert worden waren, wählte zum Abschluss der Theatertage die Jury in öffentlicher Diskussion den Dramatiker des Jahres. Der Mülheimer Dramatikerpreis ist mit 15.000 Euro dotiert.