Der österreichische Film- und Theaterschauspieler Karlheinz Hackl ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 65 Jahren in Wien an einem Krebsleiden. Im Jahr 2003 war bei ihm ein Gehirntumor diagnostiziert worden. Seinen quälenden Genesungsprozess nach der Krebsdiagnose schilderte Hackl in seinem 2009 erschienenen Buch Meine zwei Leben – Ein ziemliches Theater.

Hackl spielte jahrzehntelang am Wiener Burgtheater sowie in Film- und Fernsehproduktionen. Er wurde unter anderem 2012 mit dem Nestroy-Theaterpreis, einer der wichtigsten Auszeichnungen für Theater im deutschsprachigen Raum, für sein Lebenswerk geehrt.

"Österreich verliert mit Karlheinz Hackl nicht nur einen bedeutenden Volksschauspieler, sondern auch einen Regisseur, Lehrer, Buchautor und Kabarettist, der den Menschen in unserem Land viel Freude bereitet hat", sagte Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ).

Hackl wurde 1978 Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, spielte unter anderem Karl Moor in Schillers Die Räuber und trat auch bei den Salzburger Festspielen auf. Zudem feierte er Musical- und Kabaretterfolge. Er wirkte auch in mehreren TV-Serien mit, im Oscar-prämierten Filmdrama Sophies Entscheidung von 1982 spielte Hackl eine kleine Rolle als SS-Offizier.

Die Interimsintendantin des Wiener Burgtheaters, Karin Bergmann, bezeichnete Hackl als Inbegriff der österreichischen Schauspielkunst. Bergmann würdigte ihn vor allem für seine Verkörperungen der Figuren Johann Nestroys, Ferdinand Raimunds und Hugo von Hofmannsthals.