Jahrelang stand das Kulturhaus Tacheles in Berlin leer, nun soll es wieder hergerichtet werden. Auf dem insgesamt etwa 25.000 Quadratmeter großen Gelände sind Gebäude mit Büros, Gewerbe und Wohnungen geplant. Das frühere Kaufhaus, lange eine der größten Szene-Attraktionen in der Stadt, solle zudem weiter kulturell genutzt werden, sagte Peter Strieder von der beteiligten PR-Agentur Ketchum Pleon.    

Eigentümer des Gebäudekomplexes ist ein mit der Firma Perella Weinberg Real Estate (PWRE) verbundener Fonds. Die Entwürfe erarbeitet das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron, das international bekannt ist.

Das Tacheles-Gebäude war 1908 als Einkaufspassage errichtet worden und wurde später lange von Künstlern genutzt. Vor drei Jahren zogen die letzten von ihnen aus, nach teils langem Kampf um eine freie Nutzung des historischen Gebäudes. 

Das Projekt werde sich an den gültigen Bebauungsplan halten, der eine denkmalgerechte Sanierung vorsieht, sagte Strieder weiter und bestätigte damit Zeitungsberichte. Vorgesehen ist, in dem Bereich zwischen Oranienburger und Friedrichstraße einen Teil früher abgerissener Baukörper wiederherzustellen und Höfe architektonisch klarer zu gestalten. Die Senatsbehörde für Stadtentwicklung begrüße die Pläne der Architekten grundsätzlich, sagte ein Sprecher.

Die Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron haben unter anderem die Elbphilharmonie in Hamburg und die Allianz-Arena in München entworfen.